Downton Abbey

Downton Abbey

Downton Abbey – Underrated

Ähnlich wie in der Gesellschaft gibt es auch bei Filmen und Serien ein Thema, mit welchem man teilweise konfrontiert wird. Nämlich was ist männlich und was ist weiblich. Ich habe früher oft gehört, dass alles, was mit Action zu tun hat, als typisch männlich angesehen wird und alles, was eher romantisch angehaucht ist, eher als typisch weiblich angesehen wird. Aber irgendwann hat auch der kleine naive David festgestellt, dass es nur eine wichtige Unterscheidung gibt. Was gefällt einem und was gefällt einem nicht. Und genau deshalb habe ich einer Serie wie “Downton Abbey” eine Chance gegeben.

In “Downton Abbey” geht es hauptsächlich um ein Anwesen in der Grafschaft Yorkshire. Hier lebt ein Graf mit seiner Familie und den Bediensteten des Hauses. Man bekommt einen Einblick in die Familie des Grafen aber genauso in das Leben der Bediensteten. Es geht um große Dinge wie Politik aber genauso geht es um kleine Dinge wie zwischenmenschliche Intrigen und die gesellschaftliche Diskrepanz der verschiedenen Stände.

“Downton Abbey” besticht besonders durch die Mischung aus Witz, Ernsthaftigkeit und Dramatik. Zu keiner Zeit kann man sich sicher sein, wann das nächste Drama ausbricht oder wann der nächste Twist in der Geschichte folgt. Eine Serie bei der man abschalten kann aber, in der man gleichzeitig auch absolut versinken kann.

Natürlich kann man sich mehr in die Bediensteten hineinversetzen, das sie die “normalen” Probleme des Lebens beschäftigen, doch auch die reiche Familie wird einem immer näher gebracht und bestimmt findet jeder einen Charakter, mit dem er sich identifizieren kann.

Ich habe sogar erst den Film gesehen, bevor ich die Serie angeschaut habe. Vielleicht wäre das für den ein oder anderen auch eine Idee, um einmal reinzuschnuppern. Ich war begeistert, obwohl man natürlich etwas gespoilert wird.

“Downton Abbey” könnt ihr zurzeit bei TV Now sehen.

Downton Abbey ist hervorragend inszenierte, authentische Unterhaltung für Freunde britischer Adelsgeschichten, […] Die deutsche Synchronisation trägt bei vereinzelten Stimmen zu dick und plakativ auf. Dagegen schafft sie es gut, die im englischen Original vorhandenen sprachlichen Differenzen zwischen Diener- und Lordschaft ins Deutsche zu transponieren.“

Quotenmeter.de

Under the Skin

Under the Skin

Under the Skin – (Alb)Traum mit Scarlett

Wenn man Menschen nach Filmen fragt, wird relativ schnell klar, was für ein Genre die Person bevorzugt. Filme in verschiedene Kategorien einzuordnen ist oft gut, um eine Filmauswahl für dich treffen zu können. Denn mittlerweile gibt es bei den Streamern unendlich viele Filme. Doch manche Filme kann man einfach nicht in ein Genre oder eine Kategorie pressen. Und zu diesen Filmen gehört ganz klar “Under the Skin”.

Wir sehen Scarlett Johansson als mysteriöses Wesen. Sie fährt per Anhalter mit Männern mit, spricht kurz mit ihnen und verführt diese dann. Doch glaubt nicht, dass ihr wisst, was mit diesen Männern passiert.

Der Film ist sehr kurzweilig und speziell, weshalb ich nicht mehr als diese kleinen Bruchstücke des Plots verraten will. Der Film besticht vor allem mit seiner Ästhetik. Eine Mischung aus Thriller, Grusel und auch ein klein wenig Erotik lassen den Film nicht wirklich in eine bestimmte Richtung gleiten. Über den Großteil des Films bleibt eigentlich alles sehr geheimnisvoll.

“Under the Skin” zeigt aber vor allem eins. Wie gut Scarlett Johansson schauspielern kann. Sie trägt den Film ganz alleine und gibt diesem sehr besonderen und weirden Film ein ganz klares Gesicht.

Ich will euch vorwarnen. Der Film ist wirklich nur etwas für Leute, die auf spezielle Filme stehen. Der Film ist kein Action-Feuerwerk, nicht immer spannend und sicher kein Mainstream-Film. Ich persönlich kann ihn aber empfehlen.

“Under the Skin” könnt ihr zurzeit bei Prime Video sehen.

„In seinen besten Momenten bietet dieser brillante, wenn auch nicht makellose Film eine Seherfahrung, wie sie das Kino in den vergangenen Jahren nicht geschafft hat.“

Spiegel Online
Der mit dem Wolf tanzt

Der mit dem Wolf tanzt

Der mit dem Wolf tanzt –

Epischer Klassiker

Filme mit Überlänge. Jeder liebt sie. Jeder hasst sie aber auch. Denn sobald ein Film schon deutlich über 2 Stunden braucht, wird es schwer, ihn in einen vernünftigen Tag einzubauen und die Konzentration hochzuhalten. Doch wenn man sich dann doch mal motiviert, die Filme anzuschauen, ist man doch meistens ziemlich glücklich. So war es bei mir mit “Der mit dem Wolf tanzt”.

Wir begleiten Lieutenant Dunbar, gespielt von Kevin Costner, der durch Zufall zu einem Bürgerkriegshelden wird. Auf Wunsch wird er zu einem einsamen Posten geschickt, um diesen zu bewachen und auf weitere Truppen zu warten. Doch er erkennt, dass er gar nicht so allein ist, wie es scheint. Denn ganz in der Nähe lebt ein Indianerstamm und Dunbar muss sich mit den anfangs ungeliebten Nachbarn herumschlagen.

Was sich schon fast nach einem typischen Western anhört, ist in Wahrheit etwas ganz anderes. Es geht nämlich schlicht um Vorurteile, Völkerverständigung und um einen kulturellen Austausch. Denn nichts ist schlimmer als Menschen mit einem anderen kulturellen Hintergrund vorzuverurteilen. Genau das geschieht in diesem Film nicht. Dunbar geht auf die Indianer zu. Er hört ihnen zu, versucht ihnen etwas aus seiner Kultur mitzugeben, lernt aber gleichzeitig die andere Kultur auch respektvoll kennen. So geht Völkerverständigung. Die Indianer werden endlich einmal von einer ganz anderen Seite gezeigt.

Technisch gesehen ist der Film auch genau das, was man erwarten kann. Wahnsinnig schöne Musik, beeindruckende und fantastische Bilder und niemals dramaturgisch über inszeniert. Kevin Costner scheint wirklich ein Händchen für seine eigenen Filme zu haben.

“Der mit dem Wolf tanzt” ist größtenteils sehr ruhig und friedlich, baut sich ganz langsam auf und ist ein Werk, das man eigentlich nur genießen kann. Besonders zum Ende hinzieht der Film dann nochmal in puncto Spannung und Action an, ich möchte aber nicht zu viel verraten. Jeder, der Filmfan ist und ein Stück Filmgeschichte miterleben möchte, sollte diesen Film zumindest einmal gesehen haben. Zur Not kann man ihn ja in mehreren Teilen schauen.

“Der mit dem Wolf tanzt” könnt ihr zurzeit bei Amazon Prime schauen.

„Kevin Costners Regiedebüt ist einer der großartigsten Western und Filme überhaupt. Ein Werk, das sowohl die ganze Zeit fesselt, als auch durch seine Komik, die sich aus dem Aufeinandertreffen der Kulturen ergibt, bestens unterhält. Ein Streifen, der auch lehrreich ist und nachdenklich stimmt.”

Filmstarts
Sieben Minuten nach Mitternacht

Sieben Minuten nach Mitternacht

Sieben Minuten nach Mitternacht –

Emotional, traurig und trotzdem wunderschön

Emotionale Filme gibt es wie Sand am Meer. Doch die wenigsten schaffen es nachhaltig zu überzeugen. Emotionale Filme müssen einen von Anfang an erreichen oder aber mit der Zeit wachsen, ansonsten wirken sie schnell langweilig. Oft wirken die Filme am stärksten, mit denen man persönlich am meisten connecten kann. Doch dann gibt es die emotionalen Filme, die so viel richtig machen, dass auch ein Bastian Yotta Tränen in die Augen bekommt. Und so ein Film ist “Sieben Minuten nach Mitternacht”

Der kleine Conor O’Malley ist ein ganz armer Junge. Er wird nicht nur in der Schule gemobbt, nein, sondern seine Mutter ist auch noch schwer krank. Zudem hat er ein sehr zwiegespaltenes Verhältnis zu seiner Oma. Eines Tages taucht ein Monster auf. Am Anfang hat Conor große Angst, doch schnell merkt er, dass das Monster ihm bei seinen Problemen helfen will. Doch Conor sträubt sich, sich dem Monster zu offenbaren.

Mehr möchte ich über diesen Film gar nicht verraten. Keine Sorge, der Film hat wenig bis gar nichts mit dem Horror-Genre zu tun und am Ende des Films wird jeder verstehen, was das Monster ist. Und genau dieses Monster macht den Film so besonders und hebt ihn von anderen Filmen dieser Kategorie ab. Denn man hat ein Spannungselement im Film, auf das man wartet und von dem man immer mehr will. Denn das Monster erzählt dem kleinen Conor nach und nach märchenhafte Geschichten. Und diese Geschichten gehören vor allem ästhetisch zu den Highlights des Films.

Nicht nur sind diese Märchen, wie auch der Film, wunderschön inszeniert, sondern sie geben eine ganz besondere Message mit auf den Weg. Es ist nicht immer alles so, wie es am Anfang scheint und es gibt nicht nur schwarz und weiß. Und genau diese Message hat mich wohl erwischt. Spätestens nach der Auflösung der ersten Märchengeschichte war ich voll in diesem Film drin.

Natürlich ist auch für Fans von bekannten Schauspielern einiges geboten. Die Mutter wird gespielt von der bezaubernden Felicity Jones und die Oma von “Alien”-Legende Sigourney Weaver. Das Monster wird zumindest in der englischen Version vom großartigen Liam Neeson gesprochen. Und auch der kleine Lewis MacDougall spielt den jungen Conor herausragend.

Wer nah am Wasser gebaut ist, sollte die Taschentücher bereithalten. Dieser Film geht an die Nieren. “Sieben Minuten nach Mitternacht” erzählt eine extrem traurige Geschichte, schafft es aber trotzdem Spannungselemente zu erzeugen und ist vor allem ästhetisch auf einem unglaublich hohen Niveau. Ganz klare Empfehlung!

“Sieben Minuten nach Mitternacht” könnt ihr ganz entspannt bei Amazon Prime genießen.

„Sieben Minuten nach Mitternacht erzählt mit Würde und Respekt von den Qualen des Jungen bis er die bittere Wahrheit akzeptieren und seine Mutter loslassen kann.“

Deutsche Film- und Medienbewertung

The French Connection – Authentischer Klassiker

The French Connection – Authentischer Klassiker

The French Connection – Authentischer Klassiker

Es gibt so Filme, die muss man als Filmfan einfach mal gesehen haben. Einer davon ist ganz sicher “The Frensh Connection” von William Friedkin. Allein schon wegen seiner 5 Oscarauszeichnungen im Jahr 1972, unter anderem “Bester Film” und “Bester Hauptdarsteller”, machen den Film zu einem echten Klassiker.

Wir begleiten die beiden Detectives “Doyle” (Gene Hackman) und “Russo” (Roy Scheider) bei ihrem Alltag in der Drogenfahndung. Sie vertrauen niemandem und es wirkt schon fast willkürlich welchen Verdächtigen sie als Nächstes beschatten. Sie gehen immer nach ihrem Instinkt und dieser Instinkt ist ein zentraler Punkt des Films. Denn der Instinkt kann gute aber auch schlechte Seiten hervorrufen und diese werden hier sehr intelligent aufgezeigt. In diesem Film ist selten etwas überdramatisiert oder besonders untermalt und das, obwohl wir in Brooklyn sind. Der gesamte Film wirkt bodenständig und es ist fast so, als könnte dieses Verbrechen um die Ecke passiert sein.

“The French Connection” lebt vor allem von der Spannung. Lange weiß man nicht um was es wirklich geht, man weiß selten mehr als die Detectives selbst und auch Action-Szenen werden sehr gezielt und immer passend eingesetzt. Auch der zermürbte und fast schon gebrochene Detective “Doyle” bringt eine sehr interessante und authentische Note hinein. Natürlich wirken die Charaktere hier und da etwas hölzern und man kann nicht jede Entscheidung und Szene so ganz verstehen, im Endeffekt ist der Film aber ein Werk seiner Zeit und wirkt alles in allem nicht veraltet.

Wer auf Gangster- oder Kriminalfilme steht, wird mit “The Frensh Connection” auf jeden Fall seinen Spaß haben. Ich gebe auf jeden Fall eine Empfehlung! Zurzeit könnt ihr den Film bei Star, dem Streamingdienst von Disney+ sehen.

„Ein virtuos inszenierter Thriller, der realistische Details und die Atmosphäre der Originalschauplätze geschickt zur Spannungssteigerung verwendet und mit der Figur des Detektivs Doyle das komplexe Porträt eines kaputten, desillusionierten Einzelkämpfers entwirft.“

Lexikon des internationalen Films