Sieben Minuten nach Mitternacht

Sieben Minuten nach Mitternacht

Sieben Minuten nach Mitternacht –

Emotional, traurig und trotzdem wunderschön

Emotionale Filme gibt es wie Sand am Meer. Doch die wenigsten schaffen es nachhaltig zu überzeugen. Emotionale Filme müssen einen von Anfang an erreichen oder aber mit der Zeit wachsen, ansonsten wirken sie schnell langweilig. Oft wirken die Filme am stärksten, mit denen man persönlich am meisten connecten kann. Doch dann gibt es die emotionalen Filme, die so viel richtig machen, dass auch ein Bastian Yotta Tränen in die Augen bekommt. Und so ein Film ist “Sieben Minuten nach Mitternacht”

Der kleine Conor O’Malley ist ein ganz armer Junge. Er wird nicht nur in der Schule gemobbt, nein, sondern seine Mutter ist auch noch schwer krank. Zudem hat er ein sehr zwiegespaltenes Verhältnis zu seiner Oma. Eines Tages taucht ein Monster auf. Am Anfang hat Conor große Angst, doch schnell merkt er, dass das Monster ihm bei seinen Problemen helfen will. Doch Conor sträubt sich, sich dem Monster zu offenbaren.

Mehr möchte ich über diesen Film gar nicht verraten. Keine Sorge, der Film hat wenig bis gar nichts mit dem Horror-Genre zu tun und am Ende des Films wird jeder verstehen, was das Monster ist. Und genau dieses Monster macht den Film so besonders und hebt ihn von anderen Filmen dieser Kategorie ab. Denn man hat ein Spannungselement im Film, auf das man wartet und von dem man immer mehr will. Denn das Monster erzählt dem kleinen Conor nach und nach märchenhafte Geschichten. Und diese Geschichten gehören vor allem ästhetisch zu den Highlights des Films.

Nicht nur sind diese Märchen, wie auch der Film, wunderschön inszeniert, sondern sie geben eine ganz besondere Message mit auf den Weg. Es ist nicht immer alles so, wie es am Anfang scheint und es gibt nicht nur schwarz und weiß. Und genau diese Message hat mich wohl erwischt. Spätestens nach der Auflösung der ersten Märchengeschichte war ich voll in diesem Film drin.

Natürlich ist auch für Fans von bekannten Schauspielern einiges geboten. Die Mutter wird gespielt von der bezaubernden Felicity Jones und die Oma von “Alien”-Legende Sigourney Weaver. Das Monster wird zumindest in der englischen Version vom großartigen Liam Neeson gesprochen. Und auch der kleine Lewis MacDougall spielt den jungen Conor herausragend.

Wer nah am Wasser gebaut ist, sollte die Taschentücher bereithalten. Dieser Film geht an die Nieren. “Sieben Minuten nach Mitternacht” erzählt eine extrem traurige Geschichte, schafft es aber trotzdem Spannungselemente zu erzeugen und ist vor allem ästhetisch auf einem unglaublich hohen Niveau. Ganz klare Empfehlung!

“Sieben Minuten nach Mitternacht” könnt ihr ganz entspannt bei Amazon Prime genießen.

„Sieben Minuten nach Mitternacht erzählt mit Würde und Respekt von den Qualen des Jungen bis er die bittere Wahrheit akzeptieren und seine Mutter loslassen kann.“

Deutsche Film- und Medienbewertung

The French Connection – Authentischer Klassiker

The French Connection – Authentischer Klassiker

The French Connection – Authentischer Klassiker

Es gibt so Filme, die muss man als Filmfan einfach mal gesehen haben. Einer davon ist ganz sicher “The Frensh Connection” von William Friedkin. Allein schon wegen seiner 5 Oscarauszeichnungen im Jahr 1972, unter anderem “Bester Film” und “Bester Hauptdarsteller”, machen den Film zu einem echten Klassiker.

Wir begleiten die beiden Detectives “Doyle” (Gene Hackman) und “Russo” (Roy Scheider) bei ihrem Alltag in der Drogenfahndung. Sie vertrauen niemandem und es wirkt schon fast willkürlich welchen Verdächtigen sie als Nächstes beschatten. Sie gehen immer nach ihrem Instinkt und dieser Instinkt ist ein zentraler Punkt des Films. Denn der Instinkt kann gute aber auch schlechte Seiten hervorrufen und diese werden hier sehr intelligent aufgezeigt. In diesem Film ist selten etwas überdramatisiert oder besonders untermalt und das, obwohl wir in Brooklyn sind. Der gesamte Film wirkt bodenständig und es ist fast so, als könnte dieses Verbrechen um die Ecke passiert sein.

“The French Connection” lebt vor allem von der Spannung. Lange weiß man nicht um was es wirklich geht, man weiß selten mehr als die Detectives selbst und auch Action-Szenen werden sehr gezielt und immer passend eingesetzt. Auch der zermürbte und fast schon gebrochene Detective “Doyle” bringt eine sehr interessante und authentische Note hinein. Natürlich wirken die Charaktere hier und da etwas hölzern und man kann nicht jede Entscheidung und Szene so ganz verstehen, im Endeffekt ist der Film aber ein Werk seiner Zeit und wirkt alles in allem nicht veraltet.

Wer auf Gangster- oder Kriminalfilme steht, wird mit “The Frensh Connection” auf jeden Fall seinen Spaß haben. Ich gebe auf jeden Fall eine Empfehlung! Zurzeit könnt ihr den Film bei Star, dem Streamingdienst von Disney+ sehen.

„Ein virtuos inszenierter Thriller, der realistische Details und die Atmosphäre der Originalschauplätze geschickt zur Spannungssteigerung verwendet und mit der Figur des Detektivs Doyle das komplexe Porträt eines kaputten, desillusionierten Einzelkämpfers entwirft.“

Lexikon des internationalen Films